Coronavirus und Reisen – Wie gehts weiter? Gedanken & Existenzängste

Reiseblogger in Zeiten von Corona – Pläne, Alternativen und wie geht es weiter?

(Aktualisiert am 09.05.20) Im Moment herrscht fast überall auf der Welt ein absoluter Ausnahmezustand. Grenzen werden geschlossen, ganze Städte haben Ausgangsverbote und das öffentliche Leben wird weitestgehend runtergefahren. Diese Auswirkungen des Coronavirus oder Covid-19 bekommen fast alle Branchen und die Wirtschaft extrem zu spüren. Das Auswärtige Amt hat eine weltweite Reisewarnung ausgesprochen.

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mir anfangs dachte, dass die Medien mal wieder übertreiben und es gar nicht so schlimm ist. Da ich prinzipiell alles immer sehr positiv sehe, habe ich auch die Hoffnung gehabt, dass es schon nicht so schlimm kommen wird, es gab schließlich schon öfters Viren, die bekämpft werden konnten. Doch nun ist es Ernst und es ist wichtig, dass sich alle an die Regeln halten, zuhause bleiben und unnötige Kontakte vermeiden.

Welche Auswirkungen hat das Coronavirus?

Die Auswirkungen sind für uns alle schon immens. Was mich traurig macht, ist die Tatsache, dass niemand weiß, wann es  wieder besser wird. Ganz sicher ist aber, es kommt auch wieder eine bessere Zeit. Die Frage ist nur, wie die Wirtschaft das bis dahin mitmacht. Im Moment bin ich noch positiv, irgendwie wird schon alles gut werden, jede Veränderung ist schließlich auch eine neue Chance. Eine kleine Chance für die Erde, sich kurzfristig zu erholen. Nicht alles ist Negativ, die Kanäle in Venedig sind wieder etwas sauberer und die Luft reiner.

Man kann die Krise, sofern man selbst und Angehörigen gesund sind, auch neben all dem Negativen, als Chance sehen. Als Chance für ein Umdenken. Dankbarkeit für Gesundheit, Dankbarkeit für Dinge, die bisher selbstverständlich für uns waren. Zum Beispiel einfach zu verreisen, ohne Grenzen. Mit einem deutschen Reisepass gehören wir zu den wenigen Staaten, für die fast die ganze Welt offen steht. All das ist nicht selbstverständlich und wird uns in diesen Tagen einmal mehr bewusst.

Coronavirus – Existenzängste

An den meisten Tagen bin ich positiv und denke, dass es sicher bald überstanden ist. Hoffe, dass es alle gut überstehen und glaube fest daran, dass danach alles besser wird. Aber es gibt auch Tage, an denen habe ich einfach Angst. Angst, dass Familie und Freunde erkranken, Angst, dass ich meine Selbstständigkeit nicht mehr lange halten kann. Als Selbstständige und Reisebloggerin bin ich auf Aufträge und Reisen angewiesen. Wie viele andere Selbstständige auch, Restaurantbesitzer, der Bäcker um die Ecke und Menschen, die ihre Jobs verlieren, habe ich einfach Existenzängste.

Die Arbeit der letzten Jahre, die Erfolge, die immer häufiger kamen, alles dahin? Während andere Samstagabend feiern und sonntags ausgeschlafen haben, brütete ich über Blogbeiträge, Kundenaufträge, Technikkram und Steuern. Ich hab so viel Arbeit in all das reingesteckt, hatte auch schwere Zeiten und mit vielem zum kämpfen, aber die letzten Monate ging es immer mehr in die richtige Richtung. Bis Anfang März zumindest.

Meine Einnahmen sind in den letzten Wochen täglich geschrumpft, die Aufträge weggebrochen und die Einkünfte belaufen sich zurzeit auf Null. Meine Kunden sind selbst oft Einzelunternehmer und in diesen Zeiten, vergibt kaum jemand einen Auftrag. Zum Glück habe ich noch ein weiteres Standbein, somit sind meine Fixkosten größtenteils weiterhin gedeckt.

Reiseblog in Zeiten von Corona?

Angesichts der ernsten Lage, frage ich mich natürlich täglich, inwiefern es gerade Sinn macht Beiträge zu veröffentlichen, Bilder zu posten oder mich überhaupt zu melden. Auf meinem Instagram Account, habe ich dazu vor zwei Wochen eine Umfrage gemacht, die Mehrheit möchte gerne weiterhin jede Woche Reiseberichte lesen. Aber ganz ehrlich? Mir fehlt gerade einfach etwas die Motivation, dazu kommt die Frage, gibt es nicht gerade Wichtigeres? Allerdings finde ich es auch nicht gut, sich nur noch 24/7 mit dem Virus zu beschäftigen, nichts mehr Schönes zu lesen und nicht von den nächsten Reisen zu träumen. Aber einfach weitermachen und so tun, als ob man ganz normal durch die Welt Reisen könnte, finde ich auch nicht gerade passend.

Nachdem es jetzt die letzten zwei Wochen ziemlich still hier wurde, weil ich einfach nicht wusste, was richtig ist oder was ich überhaupt erzählen soll, habe ich mich jetzt dazu entschieden, erst mal die Bilder aus Thailand auf Instagram zu teilen. Inspiration für die Zeit danach, sozusagen. Außerdem finde ich es auch schön, mal was anderes zu sehen und zu lesen als den ganzen Tag Corona, denn davon geht dieses Virus auch nicht weg.

Auch wenn die Leserzahlen durch die Krise natürlich gerade im Keller sind, weil Reisen gerade weder möglich ist, noch Priorität hat, werde ich weiterhin Blogartikel veröffentlichen. Nicht wöchentlich wie sonst, aber alle zwei Wochen oder drei Wochen.

Coronavirus – Pläne für die nächste Zeit

Vor drei Wochen bin ich aus Thailand zurückgekommen, zu diesem Zeitpunkt hat noch niemand mit diesen Ausmaßen des Virus gerechnet. Nach Thailand war eigentlich die ITB in Berlin auf dem geplant. Aus Sicherheitsgründen wurde diese aber abgesagt und somit war Thailand meine letzte Reise. Da ich eh vorhatte mir den restlichen März und den April für meinen anstehenden Umzug freizuhalten, habe ich keine weiteren Reisen gebucht für die nächste Zeit. Zurzeit lautet das oberste Gebot #stayhome, deshalb nutzte ich gerade die Zeit und renoviere die neue Wohnung.

Update 09.05.20: Seit Ende April wohne ich nun in der neuen Wohnung und bis auf Büro und Ankleide ist alles fertig! Die Renovierung und der Umzug, hatten etwas von “Die unendliche Geschichte”, denn ohne Helfer, dauert das Ganze dann doch etwas länger.

Alternativen für die reisefreie Zeit und aufkommende Langeweile

Durch meinen bevorstehenden Umzug habe ich zwar keine Langeweile, aber das Reisen fehlt mir jetzt schon. Als  kleine Alternative helfen Reisefilme. Dokumentationen und Filme bringen dich zwar nur kurzzeitig in eine andere Welt, aber sind perfekt für ein paar Stunden mit anderen Gedanken. Wenn du lieber liest, gibt es viele spannende Reisebücher.

Meine Tipps für Reisefilme findest du hier.

Meinen Artikel zu Reisebuchempfehlungen kannst du dir hier ansehen.

Obwohl es bereits schon wieder einige Reiseangebote für den Herbst und Winter 2020 gibt, würde ich dir trotzdem nicht empfehlen zurzeit eine Reise zu buchen. Auch wenn ich positiv denke und fest dran glaube, dass die Lage sich bald entspannen wird und die Zahl der Erkrankten bald wieder sinkt, wirklich wissen tut man es eben nicht. Selbst wenn Reisewarnungen dann evtl. aufgehoben sind und Reisen wieder stattfinden, muss man ja auch darauf achten, dass die Infizierung nicht wieder von Neuem beginnt. Jetzt ist die beste Zeit um Reisepläne zu schmieden, Routen zu Suchen und mehr, aber Buchen würde ich erst, wenn die Lage sich entspannt und kein Risiko mehr besteht.

Was hast du für die nächste Zeit geplant und wo liegt aktuell deine größte Herausforderung?

Bleib gesund und #stayathome ♥

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2 Kommentare

  • Hallo Nadja,
    das sind genau die Gedanken die uns auch beschäftigen. Was jetzt machen mit unseren Reise und Freizeit Blog? Ist schon komisch eine (vergangene) Reise zu Posten wenn man eigentlich nicht vor die Tür darf. 🙁
    Blöd, aber es ist eben so wie es ist.
    Wir verbringen unsere Zeit gerade mit kleinen Renovierungen. Und da wir viel selber machen plane ich einfach eine neue “…sindzuhause” Rubrik mit DIY Tipps.
    Not macht erfinderisch.

    Alles Gute wünschen Ilona und Dirk

    • Hallo ihr Zwei,

      ja, gerade eine echt blöde Situation, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass das Virus bald besiegt ist und Reisen wieder möglich ist 🙂 Ich beschäftige mich gerade auch mit Renovierung und Umzug 🙂

      Bleibt gesund und viel Erfolg euch weiterhin! 🙂
      Liebe Grüße
      Nadja

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(Aktualisiert am 09.05.20) Coronavirus: Wie gehts weiter auf meinem Reiseblog? Meine Gedanken zu Existenzängsten sowie Alternativen zum Reisen und gegen Langeweile findest du hier." />