Safari Tour nach Tsavo Ost

Safari Tour Tsavo Ost

Da für mich eine Safari in Afrika dazu gehört, entschied ich mit für den Nationalpark Tsavo Ost in Kenia. In Tsavo Ost ist die Wahrscheinlichkeit Elefanten zu sehen, am größten. Ich wollte aber keine mehrtägige Safari machen, da ich nicht genau wusste, ob das was für mich ist. Viele Reisende die ich getroffen habe, machten mehrtägige Safari Touren in verschiedene Parks und übernachteten in Lodges.

Tsavo Ost Nationalpark Kenia

Safarianbieter finden

Wenn du in Kenia bist hast du viele Möglichkeiten eine Safari zu buchen. Manche buchen die Safari schon von zu Hause aus über eine Agentur oder ein Reiseunternehmen. Da ich gern flexibel und spontan bin, hab ich mich dazu entschlossen, erst vor Ort mir das Angebot anzusehen und dann zu entscheiden. Wenn du in einem Hotel bist, gibt es dort meist eine Menge an Reiseveranstaltern – diese bieten dir natürlich die verschiedensten Touren an. Ich wollte mir aber nicht irgendwas Teueres „aufschwatzen“ lassen, sondern habe mich selbst auf die Suche gemacht.

Reiseveranstalter

Wie oben schon angesprochen, hast du bei den Reiseveranstaltern eine große Auswahl an verschiedenen Unternehmungen unter anderem eben auch Safaris. Da der Reiseveranstalter aber auch etwas verdienen will, sind die Touren oft ziemlich teuer.

„Beachboys“

Am Strand sind viele Beachboys die dir etwas verkaufen möchten. Sie bieten dir verschiedene Touren an, die sich nicht viel von denen der Reiseveranstalter unterscheiden. Die Preise musst du verhandeln und sind günstiger als beim Reiseveranstalter.

Agenturen vor Ort

Eine weitere Möglichkeit ist, dass du dir eine Agentur vor Ort suchst. Da du keinen „Zwischenvermittler“ dabei hast, bekommst du hier die günstigsten Preise. Solche Agenturen findest du entweder online oder z. B. über Facebookgruppen.
Ich habe mich für die letzte Variante entschieden und habe es nicht bereut. Egal ob du bei deinem Reiseveranstalter oder einem der Beachboys buchst, am Ende werden alle „zusammen geschmissen“.

Ablauf – Hinfahrt Tsavo Ost ca. 150 km

Da ich nur die 1-Tages-Safari gebucht hatte ging es natürlich zeitig los. Um 5 Uhr morgens war Abfahrt, zumindest laut Plan, der Fahrer kam dann gemütlich gegen 5.40 Uhr an, in Kenia läuft eben alles etwas langsamer.
150 km hören sich für uns kurz an, wir brauchten dafür allerdings 5 Stunden. Die Straßenverhältnisse sind sehr schlecht, es herrscht Chaos auf den Straßen und ein Europäer würde den Straßenverkehr vermutlich nicht mal 10 Minuten überleben.
Da du als Tourist natürlich immer auffällst, kannst du während der gesamten Fahrt nicht auf die Toilette, da das zu gefährlich für dich wäre und es so etwas wie „öffentliche Toiletten“ auch gar nicht gibt. Kurz vor dem Park wird aber gehalten, an einer „Touristen-Raststätte“ die auch überwacht ist. Hier gibt es dann für afrikanische Verhältnisse eine ganz annehmbare Toilette.

Safari in Tsavo Ost ca. 4 Stunden

Tsavo Ost ist der größte Nationalpark in Kenia. Bekannt ist der Park für seine vielen „roten“ Elefanten. Die rote Farbe kommt allerdings nur vom roten Sand mit dem sie sich bestäuben. Die Löwen haben aufgrund des heißen Klimas in Tsavo Ost nur wenig bis gar keine Mähne. Im Park gibt es außer den Elefanten und Löwen noch Gazellen, Antilopen, Spitzmaulnashörner, Steppenzebras, Wasserböcke, Geparden, Giraffen, Sträuße und noch einige weitere Tiere.

Elefanten Tsavo Ost Nationalpark Kenia

 

Löwe Tsavo Ost Nationalpark Kenia

Ich hatte bei meiner Safari wirklich großes Glück. Ich habe Elefanten, Giraffen, Zebras, Sträuße, Löwen, Büffel, Warzenschweine, Wasserböcke und eine Schlange gesehen. Das ist wirklich viel für ein paar Stunden! Andere Reisende haben davon berichtet bei zwei Tages-Safaris überhaupt nichts gesehen zu haben oder „nur“ Elefanten. Die Veranstalter können dafür natürlich nichts, die Tiere sind ja frei und können hin, wo sie wollen. Der Nationalpark hat eine Größe von über 22.000 km². Wenn du eine Safari machst, muss dir bewusst sein, dass es auch passieren kann, dass du gar nichts siehst. Wenn du aber Tiere in freier Wildbahn siehst, willst du danach nie wieder einen Zoo betreten, dass kannst du mir glauben 🙂

Elefanten Tsavo Ost Nationalpark Kenia

Wasserbock Tsavo Ost Nationalpark Kenia

Der Ablauf für die Safari war etwas anders geplant. Geplant war, dass 2 Stunden Safari gemacht wird, dann gibt es ein typisch kenianisches Mittagessen und dann geht es nochmal 2 Stunden auf Safari. Da wir aber so ein Glück hatten und ein Tier nach dem anderen sahen, machten wir direkt 4 Stunden durch. Bei den Straßenverhältnissen, der Hitze und dem roten Sand, den du am Ende überall hast, reicht das dann aber auch.

Safari Giraffe Tsavo Ost Nationalpark Kenia

Mittagessen

Nach der Safari war ich echt müde, da du ja die meiste Zeit im Geländewagen stehst, oben rausschaust und bei jedem Elefanten (und ich hatte das Glück viele zu sehen!) wieder quietscht vor Freude und gefühlte 200 Fotos machst. Zum Mittagessen ging es dann wieder in die „Touristen-Raststätte“. Das Essen war ganz gut, es gab Gemüse, Gemüsesuppe und für alle die Fleisch mögen, etwas Undefinierbares, dass den Namen Hühnchen getragen hat.

Rückfahrt Hotel

Gegen 14.30 Uhr ging es dann zurück. Glücklicherweise waren wir auf der Safari nur zu Dritt und mussten nicht warten bis 20 Leute aufgegessen hatten. Die Rückfahrt zum Hotel stellte sich als genauso langwierig und aufreibend heraus, wie die Hinfahrt. Gegen 17.30 Uhr erreichten wir dann die Fähre zur Überfahrt zurück nach Kwale. Im Hotel war ich dann gegen 19 Uhr wieder.

Zusammenfassend kann ich sagen, auch wenn mir viele von einer Safari die nur einen Tag geht abgeraten haben, weil es eben aufgrund von Straßenverhältnissen, etc. recht anstrengend ist und natürlich eine große Gefahr besteht, gar nichts zu sehen, würde ich es jederzeit wieder machen! Ich war am Abend wirklich platt und müde, aber es hat sich total gelohnt. Das Gefühl, dass man hat, wenn man gegenüber einer großen Gruppe Elefanten steht ist einfach unbeschreiblich. Wenn du dir den Umgang mit diesen wahnsinnig sensiblen Tieren ansiehst und die Kommunikation untereinander, all das wirst du nie in einem Zoo erleben, wo Tiere unter unwürdigen Bedingungen gehalten werden. Alleine deshalb solltest du mal auf Safari gehen (und Zoos prinzipiell meiden!). Die Garantie auf Tiere hat man natürlich nie und es immer Glückssache, ob man etwas sieht, aber positives Denken hilft sicherlich dabei 🙂

Die Infos im Kurzüberblick:

Veranstalter: WT Safaris
Kosten: 135 € pro Person: Mittagessen, Eintritt von 80 Euro in den Nationalpark, sowie die Fahrt mit Fahrer, der auch immer wieder etwas über sein Land oder die Tiere erzählte (auf Englisch)
Gesamtdauer: 1 Tag 5.00 Uhr morgens bis ca. 19.00 Uhr abends

Warst du schon mal auf Safari? Welche Tiere haben dich am meisten begeistert? Hast du richtig Lust auf Kenia bekommen? Lass dich hier von meinen weiteren Berichten über Kenia inspirieren.

 

Alles liebe Nadja

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