Job selbst kündigen – wie du deine Angst vor der Kündigung überwindest!

Job selbst kündigen – wie du deine Angst vor der Kündigung überwindest!

(Achtung: der Artikel befasst sich damit, wie du die Angst vor der Job Kündigung überwinden kannst, das heißt ich gehe davon aus, dass du den Entschluss zur Kündigung bereits gefasst hast. Ich möchte hier aber niemanden ermutigen den Job grundlos, ohne Alternative oder aus einer Laune heraus zu kündigen!)

Ich hatte furchtbare Angst um ehrlich zu sein. Kündigung – das Wort hat so etwas Endgültiges. Etwas was man nicht rückgängig machen kann! Die meisten denken bei „Job kündigen“ eher daran, das sie durch den Arbeitgeber gekündigt werden. Doch hier geht es darum, wie du die Angst überwindest, bei der Abgabe deiner Kündigung durch dich.

Doch wovor hatte ich solche Angst? Ist es die vermeintlich finanzielle Unsicherheit die einen erwartet oder doch verankerte Glaubenssätze?

Kündigung Arbeitsverhältnis

Der Tag der Kündigung – Versuch Nummer 1

Nachdem ich Tage, Wochen und Monate mir diesen einen Tag ausgemalt habe und damit meinem Umfeld täglich mindestens 2 Stunden in den Ohren lag war es dann soweit – ich wusste ich will kündigen! Ich hatte einen Plan und es stand definitiv fest – keine weiteren sechs Monate. Es war Freitag – mein Chef hatte einige Termine und ich wusste bis 10 Uhr sollte er Bescheid wissen, da ich es natürlich eh bis zum letzten möglichen Tag, um die Frist einzuhalten, rausgezögert habe.

Mit einem unangenehmen Gefühl ging ich in die Arbeit, nachdem ich kaum geschlafen hatte in der Nacht. Ich war mir soo sicher. In der Arbeit angekommen dann, war ich mir auf einmal nicht mehr sicher und bekam Panik – ich hörte sofort alle negativen Stimmen um mich herum: „kein Geld, ich werde verhungern, ich lande obdachlos auf einer Parkbank und bereue alles zutiefst“ – die Angst – sie war da und zeigte sich mit allen negativen Glaubenssätzen auf einmal.

Mittlerweile war es bereits 9 Uhr und ich musste endlich die Initiative ergreifen. Also packte ich meinen ganzen Mut zusammen. Meine fertig ausgedruckte Kündigung, sowie eine „Tarn“-Akte legte ich bereit. Ich ging also los – und siehe da, überlegte ich es mir wieder anders. Langsam wurde ich sauer auf mich selbst! Vor was hatte ich so Angst?! Schwupps, saß ich auch wieder am Schreibtisch und dachte mir, hm doch keine gute Idee, bleibe ich lieber mal angestellt!

Das Worst-Case-Szenario

Ich überlegte mir das Worst-Case-Szenario – also was könnte im schlimmsten Fall passieren? Im schlimmsten Fall hätte ich keinen Job – mit meiner Ausbildung und meiner bisherigen Laufbahn allerdings vermutlich nur von kurzer Dauer – ich hatte Erspartes und notfalls gäbe es ja auch immer noch eine soziale Absicherung. Ich könnte die Wohnung aufgeben, zu Freunden oder Verwandten ziehen und mein Auto verkaufen, bis ich mich eben wieder anstellen lasse. Ich sah also, dass das Schlimmste was mir passieren kann, wieder die feste Vollzeitanstellung ist. Was für mich bedeutete, dass ich nichts zu verlieren habe.

Der Tag der Kündigung – Versuch Nummer 2

Nachdem Versuch Nummer eins nun gescheitert war und ich gerade Versuch Nummer zwei starten wollte, kam ein unerwarteter Termin. Blöd, dass mein Vorgesetzter danach eigentlich gar keine Zeit mehr hatte.

In diesem Moment wurde mir bewusst, welche Konsequenzen es mit sich zieht, wenn ich heute nicht kündigen würde. Die Frist würde sich um drei weitere Monate verlängern. Ich konnte immer nur zum Quartalsende mit einer 3-monatiger Frist kündigen.

Also quetschte ich mich, zwischen zwei Termine und „überfiel“ meinen Vorgesetzten damit, genau das wollte ich eigentlich vermeiden. Ich stürme also los, diesmal ohne Tarn-Akte und sagte die für mich erlösenden Worte, dass ich kündige. Mein „Überfall“ löste zwar keine sonderliche Begeisterung aus – aber mein Chef nahm es mit Fassung und reagierte auch nicht wie befürchtet mit Unverständnis oder bösen Worten – dafür war ich ihm sehr dankbar! Das Gespräch verlief recht angenehm und ich hatte ein gutes Gefühl.

Welche Konsequenz ergeben sich, wenn du nicht ins handeln kommst?

Mir hat es geholfen, dass ich mir das „Worst-Case-Szenario“ ausgemalt und festgestellt habe, dass ich im schlimmsten Fall, wieder in der jetzigen Situation bin. Den „letzten Anstoß“ gab mir allerdings die Vorstellung, was passieren wird, wenn ich heute nicht ins handeln komme.

Kündigungsgespräch üben

Du kannst auch das Kündigungsgespräch üben, wenn du Angst davor hast. Die Situation kannst du vor dem Spiegel üben, oder du fragst jemanden den du vertraust, ob die Person deinen „Vorgesetzen“ spielen möchte.
Wenn du nach reichlicher Überlegung den Entschluss gefasst hast, dass du kündigen willst, dann lass dich auch nicht mehr „umstimmen“ von deinem Vorgesetzten, denn dass macht eher den Eindruck, dass du nicht weißt, was du willst und wirkt unprofessionell.

Professionell und freundlich im Gespräch

Im Kündigungsgespräch solltest du nie persönlich werden, sondern immer professionell und freundlich bleiben. Selbst wenn dich dein Vorgesetzter vor Wut aus seinem Büro wirft (dies passierte mir tatsächlich bei meinem vorherigen Arbeitgeber!).

Für mich fiel nach der Kündigung eine große Last ab und ich bereue es bisher keinen einzigen Tag, dass ich meinen eigenen Weg gehe – der sicherlich nicht für jeden geeignet ist, denn wie dein Weg für dich aussieht, dass weißt nur du 🙂

Wenn du mehr zu meiner „Kündigungsstory“ erfahren willst, schau mal hier vorbei.

Hast du weitere Tipps oder Erfahrungen dazu? Lass gerne einen Kommentar da 🙂

Alles liebe Nadja

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